2000 gegen Schliessung von Coca-Cola-Standorten

14.2.2009. In Kaiserslautern protestierten Beschäftigte, Politiker und Bevölkerung gemeinsam für den Erhalt des Coca-Cola-Werks.
„Mit tausend haben wir ja insgeheim gerechnet, aber keiner dachte, dass sich zweitausend Menschen mit den Beschäftigten von Coca-Cola in Kaiserslautern solidarisieren würden“, erklärte Holger Winkow, Geschäftsführer der NGG-Region Pfalz am 14. Februar 2009 auf der
Protestaktion gegen die Schließung der Coca-Cola-Produktion in Kaiserslautern.

protest action
Aufgerufen hatten auch der regionale DGB und die IG Metall: „Viele Kolleginnen und Kollegen kamen von Opel, Pfaff und dem Autozulieferer Keiper. Und alle einte der Wunsch, die ganze Westpfalz möge aufstehen und sich der Vernichtung von Arbeitsplätzen widersetzen“, so Winkow.
Der NGG-Vorsitzende Franz-Josef Möllenberg forderte, dass nicht „immer höhere Profite ausschließlich das Denken und Handeln der Unternehmer bestimmen dürfen“.
Für besondere Aufmerksamkeit sorgten zahlreiche Delegationen aus anderen Coca-Cola-Betrieben und die Solidaritätsbotschaft des ebenfalls von der Schließung bedrohten Werkes im westfälischen Münster. Gesamtbetriebsratsvorsitzender Johan Botella, kündigte „Widerstand an allen Standorten“ an.
Bei Coca-Cola in Münster unterbrachen die Beschäftigten am 12. Februar spontan eine außerordentliche Betriebsversammlung, um draußen vor dem Werkstor lautstark gegen die Schließung der Produktion am 1. April 2009 zu protestieren. Erst am Vortag waren sie von der Unternehmensleitung hierüber informiert worden. Mohamed Boudih, kommissarischer Geschäftsführer der NGG-Region Münsterland: „Hier ist noch nicht das letzte Wort gesprochen. Der Tarifvertrag sieht vor, dass zunächst ein abgestuftes Schlichtungsverfahren durchgeführt wird, bevor letztendlich über einen Interessenausgleich verhandelt werden kann.“
Auch in Bendorf nahe Koblenz wird erwogen, die Produktion stillzulegen. Am Abend des 13. Februar hatten NGG und Betriebsrat unter dem Motto „120 Lichter für Bendorf“ zu einer Demonstration vor dem Werk aufgerufen, an der sich auch zahlreiche BürgerInnen beteiligten.

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