Österreich: Totalausgliederung der Distribution verhindert

14.3.2009. Zentralbetriebsrat und die Gewerkschaft GMTN konnten in Verhandlungen mit der Geschäftsleitung von Coca-Cola HBC Austria die Totalausgliederung des Vertriebs verhindern, die den Verlust von 260 Arbeitsplätzen im Unternehmen bedeutet hätte.

Nach Verhandlungen mit den Arbeitgebervertreter/innen gelang es, die Ausgliederung auf Großtouren im ländlichen Raum zu beschränken. 39 Arbeitnehmer werden betroffen sein, von denen ca. die Hälfte einen Ersatzarbeitsplatz im Unternehmen annehmen wird. 10 Kollegen werden von den geplanten Vertriebspartnern ohne Verschlechterung ihrer Situation übernommen, für die verbleibenden 9 wurden individuelle Altersteilzeit- bzw. Pensionierungslösungen gefunden.

Dabei konnten die österreichischen Gewerkschafter/innen auf Informationen seitens ihrer Kolleg/innen aus anderen Ländern in der EU und im Geschäftsbereich von Coca-Cola Hellenic zurückgreifen, die über das Netzwerk der globalen Coca-Cola Allianz kurzfristig mobilisiert werden konnten. In einem Antwortschreiben an die Kolleg/innen schreibt Franz Rigler, Gewerkschaftssekretär bei GMTN: „Diese Informationen waren für unsere Verhandlungen mit der Geschäftsleitung von Coca Cola HBC Austria von enormer Bedeutung … Herzlichen Dank für eure Unterstützung!“

Der im Jahre 2007 abgeschlossene Sozialplan wurde bis 31.12.2015 verlängert und wird bei eventuellen weiteren Restrukturierungen angewendet.
Dieser sieht zwei Optionen vor – entweder eine Verdoppelung der gesetzlichen Abfindung durch den Arbeitgeber und verlängerte Kündigungsfristen, oder die Teilnahme Umschulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen mit einem Stipendium durch das Unternehmen bis zu 4 Jahren zusätzlich zur gesetzlichen Abfindung.

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