ITALIEN: Coca-Cola schliesst die Fabrik in Bari und verlässt Süditalien

Quelle: FLAI-CGI. Coca-Cola hat die Kündigung für 40 Beschäftigte am Standort Bari in Italien eingeleitet.

Das Unternehmen hat die endgültige Schliessung des Standortes angekündigt. Die einzige Alternative zur Kündigung, die Coca-Cola den italienischen Gewerkschaften angeboten hat,  bestand im Transfer der Beschäftigten zu anderen Standorten des Unternehmens in Norditalien, mehrere hundert Kilomenter entfernt. 

Der Protest gegen die Schliessung hat die Beschäftigten in Bari stark mobilisiert - jeden Tag wird zwei Stunden gestreikt. Ein breiter angelegter Streik könnte bald auch andere Coca-Cola-Betriebe in Süditalien betreffen. Landesweite Gewerkschaftsaktionen sollen folgen. 

"Das Unternehmen hat schon den Standort in Reggion Calabria geschlossen und schliesst nun Bari, was zur Stillegung der Produktion in zwei wichtigen Regionen führt, während es zuvor Nutzen aus  dem Land gezogen und Beschäftigung und ökonomische Entwicklung gebracht hat." kommentierte Ettore Ronconi von der Gewerkschaft FLAI-CGIL. "Dieses Szenario führt zu starker Besorgnis in den verbleibenden Produktionsstandorten in Süditalien."

"Coca-Cola weigert sich, irgendwelche Anstrengungen zu unternehmen, Arbeitsplätze zu retten und damit den Lebensunterhalt dieser Beschäftigten zu sichern. Sie haben nicht das geringste Interesse gezeigt, unternehmerische Initiative zu fördern, die ein Gebiet schützen könnte, wo sie bisher Profite gemacht haben.   

Coca-Cola hat immer erklärt, Beschäftigte zu und die Interessen der Gemeinwesen, in denen das Unternehmen angesiedelt ist, zu respektieren. Das war Teil ihres Marketings" erklärte Ronconi abschliessen "- aber de facto haben sie diese Werte immer auf dem Altar des Profits geopfert. Auch jetzt haben sie entschieden, Beschäftigten  in einem für Wirtschaft und Beschäftigung so schwierigen Jahr zu kündigen, ohne überhaupt nach einer Alternative zu suchen."   

den Original-Artikel in Italienisch auf der FLAI-Webseite lesen


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