Irland: SIPTU-Mitglieder im Streik ab 27.8.2009

Die wichtigsten Distributionszentren von Coca-Cola in der Republik Irland werden ab Donnerstag, 27.8., von einem Streik lahmgelegt. Die Mitglieder der IUL-Mitgliedsgewerkschaft SIPTU bei Coca-Cola HBC Ireland Ltd leisten damit Widerstand gegen den Plan des Unternehmens, 130 Mitarbeiter/innen in Distribution und Lagerhäusern in Dublin, Tuam, Waterford, Tipperary und Cork auszugliedern. 

Der Streik ist auch eine Reaktion auf die Weigerung des Unternehmens, eine Alternative zu den geplanten Outsourcing-Massnahmen und Änderungen der Arbeits- und Lohnbedingungen mit SIPTU, welche die 130 Beschäftigten in den Verhandlungen vertritt, zu diskutieren. 

Letzte Woche erhielten Fahrer und Lagerhausmitarbeiter/innen Brief von drei Transportunternehmen, die ihnen Jobs unter viel schlechteren Bedingungen anboten und sie ansonsten mit Arbeitslosigkeit bedrohten.

Die drei Unternehmen informierten die Beschäftigten, dass sie verringerte Löhne, einen Verlust von Rentenansprüchen, und eine Arbeitszeitverlängerung in Kauf nehmen müssten, wenn sie zu den neuen Arbeitgebern wechseln wollten.

SIPTU-Gewerkschaftssekretär für die Branche, John Dunne zufolge stellen die Briefe eine Verletzung der Regeln zum Betriebstransfer dar, welche fordern, dass Beschäftigte zu gleichen Arbeitsbedingungen weiterbeschäftigt müssen, wenn Arbeitsplätze in einer solchen Situation  transferiert werden.

"Coca-Cola HBC hat sich geweigert, an Diskussionen in der Kommission für Arbeitsbeziehungen zu diesen Fragen teilzunehmen, einschliesslich einer ernsthaften Auseinandersetzung mit einer Alternative zum geplanten Outsourcing", sagte Dunne. 

"Jetzt haben diese drei Unternehmen unser Mitglieder kontaktiert ohne SIPTU vorher zu konsultieren, und ihnen viel schlechtere Bedingungen angeboten, was ein klarer Bruch von geltenden Tarifverträgen und Abkommen zum Tariftransfer ist, die mit Coca-Cola HBC abgeschlossen worden sind.

Wir werden Kundgebungen vor den Depots in Tuam, Cork,
Dublin, Waterford und Tipperary ab 8.00 morgens am Donnerstag durchführen, bis sich das Unternehmen die lange bewährten Mechanismen zur Konfliktlösung einlässt, einschliesslich der Kommission für Arbeitsbeziehungen und das Arbeitsgericht, um die anstehenden Fragen zu lösen und zu einer akzeptablen Übereinkunft zu kommen. 

Das englische Original der Presseerklärung von SIPTU/ findet IHr auf der Website von SIPTU.

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