Massenverhaftung streikender FAWU-Mitglieder

Über 100 streikende Mitglieder von FAWU sind am 5. und 6. Januar in Midland und Develand, Südafrika, festgenommen worden. Die ArbeiterInnen sind seit 22. Dezember im Streik für bessere Löhne, bessere Schichtpläne, und gegen die Zunahme von Outsourcing und Leiharbeit bei ABI, der Erfrischungsgetränke-Division von SAB Ltd Südafrika.  

(vgl. Südafrika: Beschäftigte bei Coca-Cola ABI im Streik).

In Midland verletzte die Polizei am 5. Januar 3 Beschäftigte durch Gummi-Geschosse.
Nach diesem ersten Vorfall protestierte FAWU heftig gegen die brutale Einschüchterung durch die Polizei und die Festnahme der protestierenden Beschäftigten beim Betrieb in Midland. Laut der Presseerklärung von FAWU "haben sich die Beschäftigten in den letzten 2 Wochen täglich in der Nähe des ABI-Betriebsgeländes zu Streikversammlungen und Demonstrationen getroffen. Die stets anwesenden Polizeikräfte haben niemals Anlass gehabt, zum sogenannten "Minimaleinsatz" zu schreiten, bevor einige ihrer Vorgesetzten, wie es scheint auf die Aufforderung einiger Manager hin, sie nicht answiesen, Festnahmen vorzunehmen.

Daraufhin forderte die Polizei unsere Mitglieder auf, sich freiwillig festnehmen zu lassen, was diese zurückwiesen. Die Gewerkschaftsmitglieder wollten zu diesem Zeitpunkt in Busse steigen, um zu einem Landwirtschaftsbetrieb zu fahren, wo sie ihre Solidarität mit streikenden Landarbeitern bekunden wollten. Die Polizei erlaubte unseren Mitgliedern jedoch nicht, auseinanderzugehen, weil sie sie ja festnehmen wollten. Sie kesselten die ArbeiterInnen ein und setzten Gummigeschosse ein.
Im sich anschliessenden Chaos wurden 28 streikende Beschäftigte festgenommen, darunter drei mit Schussverletzungen und zwei mit chronischer Diabetes.

(...) Streikende Beschäftigte, die sich zu einer friedlichen Demonstration versammelt haben, dürfen nicht wie Kriminelle behandelt werden".
Striking workers, who are gathered in peaceful demonstration, cannot be treated like criminals." (siehe die Presseerklärung von FAWU Presseerklärung von FAWU auf Englisch. )

Die Verletzten und Diabetiker wurden am späten Abend des 5.Januar in ein Krankenhaus gebracht und sind nicht mehr in Gefahr.

Heute, am 6. Januar, wurden weitere 78 Beschäftigte in Develand festgenommen, die im Augenblick immer noch festgehalten werden.

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