Hilton-Luxusresort auf den Malediven ist kein Paradies für Beschäftigte, die ihre Rechte einfordern
Die Gäste des Hilton Conrad Rangali Islands Resort auf den Malediven zahlen 1000 Dollar pro Nacht und wohnen in Luxusvillen, die auf zwei privaten Inseln gelegen sind. Für das Personal, das sie bedient, sind die Bedingungen aber alles andere als luxuriös.
Letztes Jahr führten rund 350 Beschäftigte eine friedliche Arbeitsniederlegung durch, um ihrer langjährigen Forderung nach einer klaren Abrechnung des Bedienungsgelds, das einen entscheidenden Teil ihrer Entlohnung ausmacht, Nachdruck zu verleihen. Seit 2009 hatte die der IUL angeschlossene Tourism Employees Association of Maledives (TEAM) vergeblich versucht, diese Frage mit der Hotelleitung zu besprechen. Im Anschluss an Zusicherungen der Hotelleitung, dass sie bereit sei, die Frage zu erörtern, kehrten die Beschäftigten an ihre Arbeitsplätze zurück.
Neunundzwanzig Beschäftigten wurde dann gekündigt. Gewerkschaftsanhänger standen ganz oben auf der Liste, darunter Mitarbeiter/innen mit 10 oder mehr Jahren Betriebszugehörigkeit. Zweiundzwanzig Beschäftigte fochten ihre Entlassung vor dem Arbeitsgericht an. Im Februar entschied das Gericht, dass die Massenentlassungen unfair waren, und wies die Hotelleitung an, die Beschäftigten innerhalb von 10 Tagen mit voller Lohnnachzahlung wieder einzustellen.
Die Beschäftigten warten noch immer. Die Hotelleitung weigerte sich, der Anordnung des Gerichts Folge zu leisten, und legte Einspruch dagegen ein. Das Einspruchsverfahren ist erst jetzt angelaufen. Die Beschäftigten sind mehr als geduldig gewesen. Verwendet das nachstehende Formular, um eine Botschaft an die Hilton-Hotelleitung zu schicken, mit der Aufforderung, diese 22 Mitarbeiter/innen, die sich für ihre Rechte einsetzten, wieder einzustellen, und ihre Gewerkschaft anzuerkennen.