|
|
|
verbindung zu uns aufnehmen: iuf@iuf.org |
|
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]()
|
February 12, 2010
Wieder Nespressionen bei Nestlé Russland: Gewerkschaftsmitgliedschaft führt zu Entlassung, Diskriminierung und Lohnkürzungen |
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]()
|

Arbeitnehmer, ihre Gewerkschaft und der Bund der Lebensmittel- und Tourismusarbeitnehmer (FGAT) verlangen, die Hintergründe über den verheimlichten Verkauf einer Speiseeisfabrik zu erfahren.
Hier klicken, um Nestlé Folgendes mitzuteilen: "Seid fair mit euren tunesischen Arbeitnehmern!"

Es war ein großer Sieg, als in den letzten Wochen des Jahres 2009 Gewerkschaften, die mehr als 1 200 Arbeitnehmer in den Fabriken Moga, Ponda und Bicholim von Nestlé Indien vertreten, erstmals Tarifvereinbarungen über Löhne und Sozialleistungen unterzeichneten und damit ihren jahrelangen Kampf für das Recht auf Lohnverhandlungen krönten. Die Vereinbarungen umfassen auch Lohntarife und Lohninformationen, die die Unternehmensleitung zuvor als `Betriebsgeheimnis´ betrachtet hatte.

Die Gewerkschaft der Nestlé Arbeiterinnen und Arbeiter in Timisoara/Rumänien (die der IUL - Mitgliedsgewerkschaft SINDALIMENTA angeschlossen ist) hat am 14. Dezember zu einer Kundgebung vor dem eigenen Fabriktor aufgerufen, um ihre Solidarität mit den Nestlébeschäftigten in allen Teilen dieser Erde auszudrücken. „Diese Kämpfe gelten überall der vollständigen Respektierung der universellen Gewerkschaftsrechte. Diese Rechte schließen das Recht auf Lohnverhandlungen als Teil des Tarifvertrrages ein.

Am 17. November 2009 wurden die Arbeitnehmer der Nestlé-Speiseeisfabrik in Carthago durch einen Anschlag am schwarzen Brett darüber informiert, dass ihre Fabrik an ein Konsortium lokaler Firmen der Lebensmittelbranche verkauft worden sei.

Der am 29. November in Budapest tagende Kongress der ungarischen Gewerkschaft der Fleischbeschäftigten (HDSZ) sagte die volle Unterstützung des Kampfes der Nestlé-Arbeitnehmer/innen in Panjang, Indonesien, zu.
Was passiert, wenn ein neuer Gewerkschaftsvorstand gewählt wird und der Generalsekretär ein Zusammentreffen mit der Betriebsleitung fordert, um dringende Probleme zu erörtern? Nestlé reagiert mit der unverzüglichen Versetzung des Generalsekretärs der Gewerkschaft an einen niedriger eingestuften Arbeitsplatz.
Eko Sumaryono, Vorsitzender der SBNIP, der Gewerkschaft in der Nescafé-Fabrik in Panjang in Indonesien, traf anlässlich seines Aufenthalts in der Schweiz zur Teilnahme an einem Symposium der IAO am 15. und 16. Oktober 2009 in Orbe und Bern mit Gewerkschaftskollegen der UNIA zusammen.
Vom 12.-15. Oktober veranstaltete das Büro für Arbeitnehmertätigkeiten des Internationalen Arbeitsamtes ein Symposium zu dem Thema "Feier des 60. Jahrestages des Übereinkommens Nr. 89: Das Vereinigungsrecht und das Recht zu Kollektivverhandlungen im 21. Jahrhundert". Das IAO-Übereinkommen 98 (Vereinigungsrecht und Recht zu Kollektivverhandlungen) wurde 1949 angenommen und gehört zu den Kernübereinkommen der IAO, also zu grundlegenden Verträgen, die für alle Mitgliedstaaten der IAO als verbindlich betrachtet werden, unabhängig davon, ob sie von den Regierungen ratifiziert wurden oder nicht. Das Übereinkommen verankert im internationalen Recht die Rechte der Arbeitnehmer, Gewerkschaften zu gründen und über diese Gewerkschaften Kollektivverhandlungen mit den Arbeitgebern zu führen. Indonesien hat das Übereinkommen 98 im Jahr 1957 ratifiziert.
Seit mehr als zweieinhalb Jahren bemüht sich die SBNIP, der IUL-Mitgliedsverband in der Nescafé-Fabrik in Panjang, Indonesien, um Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag, der auch die Löhne und die Lohntarife einschließt. Nestlé hat diese Forderung zurückgewiesen, weil die Löhne ein Betriebsgeheimnis seien, und der Gewerkschaft erklärt, es gehöre zur Politik von Nestlé, Löhne aus den Kollektivverhandlungen auszuklammern. Die IUL hat wiederholt darauf hingewiesen, dass in Wirklichkeit viele Nestlé-Gewerkschaften Lohnverhandlungen führen und dass 2007-2008 eine einjährige Kampagne in Russland über diese Frage mit einem Sieg der Gewerkschaft endete - einem Tarifvertrag, der erstmals Löhne und die Lohntarife einschloss. Die Nestlé-Gewerkschaft in Malaysia hat sich nach Panjang begeben, um dort ihren Tarifvertrag vorzulegen, der ebenfalls die Löhne einschließt. Somit sind die Behauptungen von Nestlé in Bezug auf seine globale Politik und die Löhne eine Lüge - dieselbe Lüge, die zunächst der russischen Gewerkschaft aufgetischt wurde. Eine Nestlüge.
In seinen Unternehmensgrundsätzen verpflichtet sich Nestlé, "das Recht der Mitarbeiter auf die Gründung von oder den Beitritt - bzw. den Verzicht auf einen Beitritt - zu gesetzlich anerkannten Gewerkschaften zu respektieren, vorausgesetzt, dieses Recht wird frei ausgeübt, und einen konstruktiven Dialog mit diesen Arbeitnehmervertretungen zu führen". Sollten Arbeitnehmer hierzu Klärungsbedarf haben, bietet die Unternehmensleitung ihre Hilfe an. Das Geschäft in der Nescafé-Fabrik in Panjang, Indonesien läuft gut. Drei Viertel der Produktion werden in entwickelte Länder exportiert. Das Unternehmen stellt Personal ein. Neu eingestellte Arbeitnehmer erhalten bei Aufnahme ihrer Beschäftigung zwei Dokumente: den Beschäftigungsvertrag und einen Antrag auf Beitritt zu einer Organisation mit der Bezeichnung FKBNI - eine zur Vernichtung der SBNIP gegründete und geförderte Organisation.
Der Fellesforbundet und die NNN, die norwegischen Mitgliedsverbände der IUL im Lebensmittelsektor, haben gemeinsam mit dem Landesgewerkschaftsbund LO das Finanzministerium aufgefordert, eine Evaluierung durchzuführen, um zu ermitteln, ob die Investitionen des Staatlichen Pensionsfonds bei Nesté mit seinen ethischen Investitionsrichtlinien vereinbar sind.

Der Hongkonger Landesgewerkschaftsbund HKCTU hat am 27. August den Kampf für Gewerkschaftsrechte bei Nestlé mitten im Zentrum von Hongkong geführt. Vor der Nespresso-Nobelboutique verteilten die Gewerkschaftsmitglieder Flugblätter, worin die Weigerung der Nestlé-Unternehmensleitung, Löhne in die Kollektivverhandlungen einzubeziehen, und die absurde Behauptung, dass Lohntarife für Nescafé-Arbeitnehmer ein "Betriebsgeheimnis" seien, geschildert wurden.
Auf Transparenten und Flugblättern wurde Nestlé aufgefordert, unverzüglich Verhandlungen in Treu und Glauben mit der SBNIP in Panjang über einen Tarifvertrag aufzunehmen, der die Löhne und Lohntarife aller Arbeitnehmer umfasst, nicht mehr die Arbeitsgerichte anzurufen, um echte Kollektivverhandlungen zu umgehen, und die Vereinigungsfreiheit zu respektieren.
Als ein Labortechniker im Nestlé-Wasserabfüllbetrieb in der Provinz Buenos Aires beschloss, der Gewerkschaft beizutreten, beschloss die Unternehmensleitung mit Blick auf andere Labormitarbeiter, die ihm möglicherweise folgen könnten, ein Exempel zu statuieren, und entließ ihn. Das geschah am Freitag, dem 31. Juli. Nachdem Bemühungen der Gewerkschaft, mit dem Unternehmen zu verhandeln, fehlgeschlagen waren, legte die gesamte Belegschaft am Montag die Arbeit nieder und den Betrieb für fast zwei volle Tage lahm.
Am 16. Juli bekundete die Gewerkschaft bei Nestlé Korea (NKLU) im Rahmen einer lebhaften Mitgliederversammlung vor der Nestlé-Fabrik in Cheongju ihre Solidarität mit dem langen Kampf der SBNIP in Panjang, Indonesien für Gewerkschaftsrechte. Gewerkschaftsmitglieder äußerten ihre "Entrüstung" über die gewerkschaftsfeindliche Kampagne der Unternehmensleitung und ihr seit mehr als zwei Jahren verweigertes Zugeständnis, dass Löhne im Rahmen von Kollektivverhandlungen festgelegt werden müssen und nicht vom Unternehmen diktiert werden dürfen. Die NKLU fordert unverzügliche Verhandlungen und ein Ende der Nespressionen.
Nach dem Solidaritätsbesuch in Indonesien des malaysischen IUL-Mitgliedsverbandes Food Industry Employees Union (FIEU) mobilisiert die Gewerkschaft der Arbeitnehmer von Nestlé Indonesien - Panjang (SBNIP) in der Nescafé-Fabrik Panjang weiterhin Unterstützung für ihren Kampf. Eine Gewerkschaftsdelegation aus Panjang reiste am frühen Morgen des 13. Juli die 200 Kilometer nach Jakarta, um vor der Nestlé-Zentrale und dem Arbeitsministerium zu demonstrieren.

Die IUL und die Schweizer Gewerkschaft UNIA veranstalteten am 10. Juni in der Schweizer Hauptstadt Bern eine gemeinsame Pressekonferenz, um die Kampagne "Stoppt Nespressionen" in der Schweiz zu starten und Nestlé aufzufordern, die Nespressionen zu beenden und grundlegende Gewerkschaftsrechte einzuhalten!
Zehn Gewerkschafter vom IUL-Mitgliedsverband Food Industry Employees Union (FIEU) in Malaysia kamen zu einem Solidaritätsbesuch nach Indonesien und prangerten dabei einmal mehr die Weigerung der Unternehmensleitung von Nestlé Indonesien, in ihrer Nescafé-Fabrik in Panjang die Gewerkschaftsrechte zu respektieren, als 'diskriminierend, unvernünftig und unfair' an. Höhepunkt des Besuches war eine Protestaktion vor der Nestlé-Fabrik Panjang