Home

GLEICHSTELLUNG JETZT! Für ein internationales Übereinkommen zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen am Arbeitsplatz

6 March 2018 News
Druckversion

Der von den IUL-Mitgliedsverbänden begangene Weltfrauentag steht in diesem Jahr im Zeichen des Kampfes für die Beendigung von Gewalt gegen Frauen, Gewalt, die im Widerstand gegen die Gleichstellung wurzelt. Die sexuelle Belästigung einer Frau ist eine heimtückische Mahnung daran, dass sie kein Recht hat, eine Erwerbstätigkeit auszuüben. Deshalb geht dieser Kampf alle an, und deshalb kommt den Gewerkschaften eine so wichtige Rolle zu.

Der 27. IUL-Kongress im Jahr 2017 verabschiedete eine Entschliessung, in der die Mitgliedsverbände nachdrücklich aufgefordert werden, dem Problem der geschlechtsspezifischen Gewalt Vorrang einzuräumen, die Daten zu erheben, die benötigt werden, um Umfang und Ausmass des Problems effektiv zu ermitteln, und die Instrumente zu entwickeln, die für seine wirksame Bekämpfung erforderlich sind. Die Entschliessung ruft die Mitgliedsverbände dazu auf, die Vereinbarungen über die Verhinderung von sexueller Belästigung, die die IUL mit Chiquita, Unilever und Sodexo geschlossen hat, umzusetzen und diese Vereinbarungen auf andere transnationale Konzerne auszuweiten.

Es bedarf eines internationalen Instruments, um die Lücken in den bestehenden Rechtsvorschriften einheitlich zu schliessen, Rechtsvorschriften, die nicht immer ausreichend oder zweckentsprechend sind, um mit geschlechtsspezifischer Gewalt am Arbeitsplatz umzugehen. Der Annahme eines internationalen Übereinkommens zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen in der Arbeitswelt durch die Internationale Arbeitskonferenz kommt entscheidende Bedeutung zu. Die IUL befürwortet voll und ganz die vom Internationalen Gewerkschaftsbund eingeleitete Kampagne (auf Englisch) für ein IAO-Übereinkommen. Die Annahme dieses Übereinkommens wird starke internationale Unterstützung für die laufenden Arbeiten zu dieser entscheidenden Frage signalisieren, für die die IUL-Mitgliedsverbände sich seit Jahrzehnten in jeder Region engagieren.