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Untersuchung der Zimmerreinigung in Züricher Marriott-Hotels durch Schweizer Gewerkschaft offenbart ausbeuterische, gefährliche und unhygienische Bedingungen

25 July 2018 News
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Eine Untersuchung der Zimmerreinigung in Marriott-Hotels in Zürich - einer der teuersten Städte der Welt - durch den der IUL angeschlossenen Mitgliedsverband Unia zeigt die brutalen Folgen einer Auslagerung um jeden Preis: extreme Arbeitsbelastung und Ausbeutung verletzlicher Beschäftigter, die gefährlich unhygienische Bedingungen für Personal und Gäste und vielfache Verletzungen des Gesamtarbeitsvertrags für die Reinigungsbranche in der Deutschschweiz, der gesetzliche Mindestarbeitsbedingungen festlegt, zur Folge haben.

Reinigungskräfte in 8 im Rahmen einer Franchise-Vereinbarung betriebenen Hotels in Zürich berichteten, dass sie regelmässig bis zu 6 Zimmer pro Stunde reinigen müssen. In einem Hotel, das ausgebucht war, mussten 12 Reinigungskräfte 300 Zimmer reinigen. Die Reinigungskräfte arbeiteten regelmässig 12-13 Stunden am Tag, um ihr Arbeitspensum zu erfülllen, sowie routinemässig an Wochenenden. Das Reinigungspersonal musste mit demselben starken Putzmittel Toiletten, Fussböden und sogar Gläser reinigen, und es wurde ihm keine elementare Schutzausrüstung wie Handschuhe zur Verfügung gestellt. Reinigungskräfte, die immer wieder sexuellen Übergriffen und Belästigungen ausgesetzt sind, erhalten von ihren Vorgesetzten keine Unterstützung, und es gibt auch keine Mechanismen für den Umgang mit dieser ständigen Bedrohung.

Marriott, erklärt Unia, kann sich der Verantwortung für die entsetzlichen Bedingungen nicht entziehen, indem es sich hinter dem Franchise-System versteckt und die Verantwortung zusammen mit den Arbeiten auslagert. Menschenwürdige Arbeitsbedingungen und einwandfreie Zimmer für die Gäste können nur sichergestellt werden, indem Reinigungskräfte und sonstige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Opfer des erbarmungslosen Auslagerungswettlaufs nach unten sind, direkt angestellt werden.

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