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Coca-Cola-Beschäftigte, die in Haiti, Indonesien, Irland und den USA für ihre Rechte kämpfen, benötigen immer noch eure Unterstützung

7 November 2019 Urgent Action
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Coca-Cola verletzt weiterhin die grundlegenden Rechte von Beschäftigten in Haiti, Indonesien, Irland und den USA.  HIER KLICKEN, um mehr zu erfahren und eine Botschaft an den CEO und Vorstandsvorsitzenden von Coca-Cola, James Quincey, zu schicken.

In Haiti verweigert Coca-Colas Abfüller La Brasserie de la Couronne den Beschäftigten nach wie vor systematisch das Recht, eine Gewerkschaft zu bilden und sich von ihr vertreten zu lassen, SYTBRACOUR (mehr steht hier auf Englisch).

Haiti ist ein gefährlicher Wohn- und Arbeitsort. Die Unternehmen sollten sich dessen zumindest bewusst sein und höchste Vorsicht walten lassen. Im Juli 2019 wurde ein Lastwagenfahrer von Coca-Cola in seinem Fahrzeug bei der Arbeit erschossen. Die Coca-Cola Company hat keine nennenswerte unabhängige Untersuchung seiner Ermordung durchgeführt und sich stattdessen auf die Darstellung der Ereignisse durch ihren lokalen Abfüller verlassen, die dem Fahrer die Schuld geben wollte. Durch von der IUL später durchgeführte Untersuchungen des Falles wurde der Fahrer entlastet und eine krasse Missachtung der Wahrheit seitens des Coca-Cola-Abfüllers und der Coca-Cola Company ans Licht gebracht.

In Indonesien setzt der Coca-Cola-Abfüller Amatil seine seit langem andauernde Attacke auf die Rechte von unabhängigen, demokratischen Gewerkschaften fort (mehr steht hier).

In Irland schloss die Coca-Cola Company zwei der in ihrem unmittelbaren Besitz befindlichen Konzentratfabriken, die gewerkschaftlich stark organisiert waren, und verlagerte die Produktion in die verbliebene Fabrik in Ballina, wo sie Kollektivverhandlungen mit der der IUL angeschlossenen SIPTU ablehnt. Coca-Colas Verweigerung der Gewerkschaftsrechte ist ein Schlag ins Gesicht eines irischen Arbeitsgerichts, das die Empfehlung ausgesprochen hatte, dass die SIPTU in der Lage sein sollte, “mit dem Konzern im Namen ihrer Mitglieder Verhandlungen über die Beschäftigungsbedingungen aufzunehmen.” Das Coca-Cola-Management in Ballina weigert sich, diese Empfehlung zu befolgen und die Kollektivverhandlungsrechte der Gewerkschaft anzuerkennen.

In den USA gab der Abfüller Coca-Cola Bottling Company of Northern New England mehr als 330.000, 00 US-Dollar für das Engagement einer auf Gewerkschaftszerschlagung spezialisierte Beratungsfirma aus, um die Beschäftigten seines Abfüllbetriebs in Greenfield vom Beitritt zur RWDSU/UFCW abzuhalten.

Im Menschenrechtsbericht der Coca-Cola Company für 2017 heisst es:

"Die Coca-Cola Company achtet das Recht ihrer Beschäftigten, eine Gewerkschaft zu bilden und ihr beizutreten bzw. nicht beizutreten, ohne Vergeltungsmassnahmen, Einschüchterungsversuche oder Schikanen befürchten zu müssen."

In öffentlich zugänglichen Dokumenten der Kanzlei Bennett wird beschrieben, wie das in der Praxis funktioniert:

"Wir vertraten das Management bei Mitarbeiterversammlungen mit dem Ziel, eine bestimmte Gruppe von Beschäftigten der Coca-Cola Bottling Company of Northern New England in Greenfield, Massachusetts, dazu zu überreden, gewerkschaftsfrei zu bleiben."

Die Coca-Cola Company wird erst dann handeln, um diese zahlreichen Menschenrechtsverletzungen abzustellen, wenn sie spürt, dass der Markenname durch die öffentliche Enthüllung ihrer Praktiken bedroht wird.

Bekundet bitte eure Unterstützung für diese Beschäftigten und den Kampf für Rechte im Coca-Cola-System.

HIER KLICKEN, um eine Botschaft an den CEO und Vorstandsvorsitzenden von Coca-Cola, James Quincey, zu schicken, in der ihr eure Empörung über diese anhaltenden Menschenrechtsverletzungen zum Ausdruck bringt und den Konzern zum Handeln auffordert, um sie abzustellen. Euer Name wird auch in eine Petition eingetragen werden, die der Coca-Cola Company übermittelt wird.