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IUL fordert G20-Tourismusminister auf, unverzüglich Massnahmen zum Schutz der Beschäftigten in der COVID-19-Krise zu treffen

30.04.20 News
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Die IUL hat die G20-Tourismusminister gewarnt, dass es viele Jahre dauern kann, bis der Tourismussektor wieder das Aktivitätsniveau vor COVID-19 erreicht. In einer Erklärung an ein virtuelles, ausserordentliches Treffen am 24. April (auf Englisch) stellte die IUL fest, dass ein Wiederaufbau des Sektors ohne starke gewerkschaftliche Leitlinien für die Politikentwicklung mit Sicherheit zu einem Tourismussektor führen würde, in dem Millionen von Beschäftigten weiterhin keine Rechte, keinen Schutz und keine Einkommenssicherheit hätten.

In der Erklärung wurde darauf hingewiesen, dass die Arbeitnehmerrechte während der COVID-19-Krise nicht ausgesetzt oder aufgeschoben werden dürfen, und die Verabschiedung einer Agenda gefordert, die den Beschäftigten höchste Priorität einräumt und das Vereinigungsrecht in vollem Umfang schützt.
Sie forderte die unverzügliche Annahme von Protokollen zum Schutz der Hotelbeschäftigten, die die Bereitstellung von persönlicher Schutzausrüstung, Transport und Schulungen in Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz einschliessen, mit dem Zusatz: “diese Protokolle müssen für alle Beschäftigten gelten, einschliesslich derjenigen in atypischen Beschäftigungsformen”.

Ausgehend von der Arbeit der HRCT-Branchegruppe zur Enthüllung von gefälschten grünen Programmen rief die Erklärung zu Unterstützung für die “Operational considerations for COVID-19 management in the accommodation sector” der WHO (Operative Erwägungen für den Umgang mit COVID-19 im Beherbergungssektor) auf, die klare Leitlinien zum Schutz von Beschäftigten und Gästen enthalten, einschliesslich der Aussetzung von fakultativen Housekeeping-Programmen, bei denen Gäste freiwillig auf Housekeeping-Dienstleistungen verzichten können.

Dem jüngsten IAO-Bericht zu COVID-19 zufolge (ILO Report on COVID-19) sind bis zu 1,25 Milliarden Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in Schlüsselsektoren weltweit, nahezu 38 Prozent der Welterwerbsbevölkerung, von COVID-19 betroffen. Laut dem Bericht ist der Beherbergungs- und Gastronomiesektor mit 144 Millionen Beschäftigten, von denen mehr als die Hälfte Frauen sind, besonders stark betroffen.

Die Erklärung folgt auf eine frühere Erklärung der IUL-Generalsekretärin, Sue Longley, an die G20-Arbeitsgruppe Tourismus (auf Englisch).