Veröffentlicht: 18/06/2024

Seit einigen Monaten machen sich die Gewerkschaften Sorgen über die Zukunft von Club Med, einem wichtigen transnationalen Tourismusunternehmen, das seit 2015 dem chinesischen Mischkonzern FOSUN gehört. Seit der COVID-19-Krise hat die Gruppe über 40 Mrd. USD an Vermögenswerten angehäuft, aber kürzlich 11 Mrd. an Vermögenswerten verkauft, darunter die Agentur Thomas Cook, die portugiesische Bank BCP und das chinesische Stahlunternehmen Nanjing Iron & Steel.

IUL und EFFAT-IUL Europa fordern Club Med auf, der Gewerkschaft vorrangig transparente Informationen über das Finanzmanagement der Gruppe zur Verfügung zu stellen.

  • Der kürzliche Rücktritt von Michel Wolfovski, dem stellvertretenden Geschäftsführer für Finanzen, zum 26. Mai 2024, sowie Gerüchte über eine drohende Verlegung des Hauptsitzes von Club Med nach Shanghai und eine wahrscheinliche Änderung der Unternehmensführung sorgen für Unruhe unter den Mitarbeitern des Unternehmens
  • Es gibt Befürchtungen, dass die chinesische Gruppe versucht, Bargeld zurückzugewinnen, indem sie in die Kasse des Club Med greift, der im Jahr 2023 einen Rekordgewinn mit einem Umsatz von fast 2 Mrd. EUR erzielte, was einer Steigerung von 17 % gegenüber dem Vorjahr entspricht
  • Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Club Med und ihre Vertreter im Europäischen Ausschuss für den Sozialen Dialog (CEDS) wollen über die geplanten Entscheidungen der Gruppe informiert werden.

Christian Juyaux, Koordinator von EFFAT-IUL Europe Club Med, erklärte: "Die CEDS-Vereinbarung ist sehr eindeutig. Wir müssen im Voraus über jede Entscheidung informiert werden, die die Struktur und die Organisation der Gruppe betrifft, und insbesondere über jede Änderung der Beteiligungsverhältnisse. Nur so können wir die Folgen für unsere Arbeitsplätze und unsere Beschäftigten absehen."

 

Die CEDS-Vereinbarung ist sehr klar. Wir müssen im Voraus über jede Entscheidung informiert werden, die die Struktur und die Organisation der Gruppe betrifft, und insbesondere über jede Änderung der Beteiligungsverhältnisse. Nur so können wir die Folgen für unsere Arbeitsplätze und unsere Mitarbeiter abschätzen.
Christian Juyaux, Koordinator von EFFAT-IUL Europe Club Med