Trotz massiver Unterdrückung gehen Tausende Menschen weiterhin auf die Strasse, und die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen setzen ihre betrieblichen Aktionen mit anhaltenden Protesten gegen die gefälschte Wiederwahl von Alexander Lukaschenko fort.

Während der Proteste sind mindestens vier Menschen getötet und Hunderte verletzt worden. Führende Oppositionelle sind entführt und inhaftiert worden. Unabhängige Gewerkschaftsführer werden zu Treffen mit dem Büro der Regierung für die Bekämpfung des organisierten Verbrechens (!) einbestellt, und ihnen wird strafrechtliche Verfolgung angedroht, falls die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen ihre Proteste, Bummelstreiks und sonstigen Arbeitskampfmassnahmen zur Unterstützung der Demokratiebewegung fortsetzen. Liza Merliak, die internationale Sekretärin der der IUL angeschlossenen unabhängigen Gewerkschaft BITU, wurde letze Woche verhaftet, später aber wieder freigelassen.

Am 10. September bekräftigte die Exekutive der Europäischen Regionalorganisation IUL-EFFAT der IUL ihr uneingeschränktes Engagement für den Kampf für Demokratie und Arbeitnehmerrechte in Belarus und forderte die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten auf, mit allen möglichen Mitteln Druck auf die Behörden von Belarus auszuüben, alle politischen Gefangenen freizulassen und von der Gewalt gegen ihre Bürger und Bürgerinnen abzulassen.


Die IUL hat sich dem Aufruf von LabourStart, unabhängigen Gewerkschaften in Belarus und anderen internationalen Gewerkschaftsorganisationen Stoppt die Gewalt – verteidigt die Demokratie und die Menschenrechte angeschlossen. HIER KLICKEN, um die Kampagne zu unterstützen.